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Kultur & Geschichte

DurchgangIn Ediger-Eller ist man sehr stolz auf seine weit zurückreichende Geschichte. Die erste Besiedlung des Ortes ist keltischen Ursprungs. Hierauf weisen die Reste einer Fliehburg und viele Flurnamen hin. Das Kapitel der römischen Geschichte spielt jedoch auch eine große Rolle. Die römische Präsenz wird durch einen Münzschatz in Eller dokumentiert. Zudem sollen die Römer erheblichen Einfluss auf den Weinanbau gehabt haben, was die einmalige Kulturlandschaft entlang der Mosel bis heute prägt. Grabfunde belegen, dass die Römer durch die Franken abgelöst wurden. Und auch der fränkische Hintergrund ist bis heute spürbar, wenn der melodische Klang des moselfränkischen Dialektes durch den Ort hallt. Noch heute kann man an Hand der Rekonstruktion eines röm. Höhenheiligtums auf dem Calmont-Höhenzug oder der Römergräber bei Neef die steinernen Zeugen einstiger Siedlungstätigkeit bestaunen

 

Kirchen/Klöster

Ediger KirchturmBegonnen hat das hiesige Christentum schon zu Zeiten der Römer und frühen Franken. Die beiden Patrone Hilarius (Eller) und Martinus (Ediger) bilden eine starke Aussage. In Eller ist noch der romanische Kirchturm sichtbar. Die gegenüberliegende ursprünglich ebenfalls romanische Arnulfskapelle ziert eine spätgotische Wandmalerei. Die zweischiffige, seit dem 15. Jahrhundert spätgotische Kirche zu Ediger; zeigt in gleicher Weise romanische Spuren. Sie gilt als hervorragendes kulturerbe, besitzt sie doch den am reichsten verzierten Schieferhelmturm der Christenheit. Von hier aus erstreckt sich seit 1488 der Weg Christi zur Kreuzkapelle. Dort befindet sich das weithin berühmte Relief "Christus in der Kelter", geschaffen um 1600. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es in Ediger die nördlichst gelegene Nachbildung der Kapelle der Muttergottes Einsiedeln in der Schweiz. Die Kirchenruine in Stuben zeugt eindrucksvoll von einem Frauenkloster, das gegenüber dem Calmont im 12. Jahrhundert entstand. 1208 überließ Heinrich von Ulmen den Schwestern die Staurothek, die berühmteste Kreuzrliquie aus Konstantinopel. Sie ist heute Mittelpunkt des Limburger Domschatzes.

„Haus der Psalmen“, ehemalige Synagoge

 

Haus der PsalmenUrsprünglich beherbergte das Haus Rathausstraße Nr. 1 den jüdischen Versammlungsraum. Vor etwas mehr als 100 Jahren wurde die Synagoge im neugotischen Stil unter Verwendung eines um 1500 entstandenen Hauses errichtet. Eine Veränderung geschah durch den Einbau einer Frauenempore. Nach nationalistischer Selbstschändung am 9./10. November 1938 ging das Gebäude in Privatbesitz über, der später vom Überlebenden Julius Mayer Legalisierung erfuhr. Infolge der Gründung eines Bürgervereins 1999 fand ab 2003 in sieben Jahren die Wiederherstellung der Synagoge als eines Hauses der Psalmen statt.

 

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