Auf dem Ellerer Berg ist innerhalb nur eines Jahres
ein riesiger Ferienpark entstanden: Das Ferien- und Golfresort Cochem/
Ediger-Eller der niederländischen Firma Roompot. Die rund 70
Millionen Dollar, die holländische Investoren in das Projekt gesteckt
haben, waren offenbar gut investiert, denn der Park hat sich bereits
im ersten Halbjahr nach seiner Eröffnung zum Touristenmagnet
entwickelt.
»Wir haben bis jetzt 13 737 Gäste im Haus gehabt«, berichtet
Parkmanager Arie van den Broek. »Diese Gäste kamen aus den
Niederlanden, aus Deutschland und Belgien.«
Bemerkenswert sind diese Gästezahlen vor allem hinsichtlich der
Tatsache, dass der östliche Teil des Parks, wo 270 Ferienhäuser mit
insgesamt 1 900 Betten entstanden sind, bis zur abschließenden
Fertigstellung der Häuser und Außenanlagen vor wenigen Wochen
teilweise noch eine Baustelle war.
Als nächstes sollen im westlichen Teil nun 108 Eigentümer-Bungalows
entstehen. Dass diese allesamt bereits Monate vor ihrer Fertigstellung
verkauft sind, spricht ebenfalls für die Beliebtheit des Parks.
Komplett fertig sein soll er im April 2007.
Im Ferien- und Golfresort sind auf dem Ellerer Berg auch
zahlreiche Arbeitsplätze entstanden. »Wir haben jetzt 100
Mitarbeiter, inklusive Aushilfen«, erklärt Arie van den Broek. »Die
meisten davon sind im Gastronomiebereich beschäftigt.« Positiv für
die Region: 85 Prozent der Mitarbeiter kommen aus Cochem-Zell, so der
Parkmanager.
Auswirkungen des neuen Ferienparks sind bereits jetzt deutlich in der
Region zu spüren. »Insbesondere an den Wechseltagen Freitag und
Montag in der Hauptsaison fallen auf den Straßen rund um den Park die
Autos mit gelb-schwarzen Nummernschildern auf,« erzählt Helmut
Probst, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem-Land. Auf den
steigenden Gästestrom sei das Straßennetz in Cochem-Land aber gut
vorbereitet. »Die Straßen rund um den Park haben keinerlei Probleme,
den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen«.
Befürchtungen, dass der Park langjährige Mosel-Urlauber aus den
Urlaubsorten der Region abziehen würde, haben sich anscheinend nicht
bewahrheitet, im Gegenteil. »Nach Mitteilung des Parkmanagers sind
die Gäste im Ferienpark nur zu einem geringen Anteil Gäste, welche
bisher schon einmal Urlaub in der Region verbracht haben,« erklärt
Probst. Der weitaus größte Teil sei zum ersten Mal in der Region -
angezogen durch den Park und die Firma Roompot.
Auf einige Wirtschaftszweige der Region hat der Park bereits jetzt
einen spürbaren Effekt, unter anderem auf die Gastronomie. »Dies ist
dadurch leicht nachvollziehbar, weil im Park nur 300 Plätze in der
Gastronomie zur Verfügung stehen und bei durchschnittlich
1 500 Gästen ein Großteil auf die regionale Gastronomie ausweicht,
soweit man nicht Selbstversorger ist«, so Probst.
Aber auch von den Selbstversorgern profitiert die Region, vor allem
der Einzelhandel: »Insgesamt ist durch die bisherigen Gäste im Park
bereits eine deutliche Belebung der Nachfrage im Einzelhandel zu
verzeichnen.« Probst sieht sogar noch Steigerungspotenzial, wenn der
Park erst einmal komplett fertig und etabliert ist.
Profitieren können vom Park auch die Winzer: »Im Park wird nur Wein
aus der Region verkauft. Viele Gäste suchen nach einer Weinprobe im
Park die Winzerschaft in der Region auf, um größere Mengen
unmittelbar beim Erzeuger zu kaufen,« erzählt Helmut Probst. Freuen
können sich auch die Mitglieder des Golfclubs Cochem/Mosel: Sie dürfen
die neu angelegte Golfanlage des Parks nutzen. Das Parkmanagement ist
ständig bestrebt, das Ferien- und Golfresort für seine Gäste
aber auch für die Bewohner der Region durch besondere Angebote noch
attraktiver zu machen. So lockt vom 20. Januar bis 5. März eine künstliche
Eisbahn unter dem Motto »Eifel on Ice«.
Weitere Informationen über den Ferienpark gibt es im Internet unter www.golfresortcochem.de
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Umgeben von Wasserflächen und Golfanlage präsentieren sich
die schmucken Ferienhäuschen. |